Projekte Modedesign
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Studierende:

  • Christian Reiche
  • Chiara Janique Ahrens

Projektname:
Abbilder multioptionaler Identität

Sommersemester 2016

Studiengang:
Modedesign

Modul: MD43_ Unternehmensprojekt 1, Standort Schwerin

Modulverantwortliche/r:
Kathrin Klein

Lehrende:
Kathrin Klein, Prof. Ute Masur, Siegrid Kraft

Abbilder multioptionale Identität

Abbilder multioptionale Identität: Das Projekt beinhaltet die Entwicklung und Präsentation einer Kollektion auf der Grundlage eines unternehmenstypischen Anforderungsprofils, das innerhalb strategisch praxisrelevanter Erstellungsverfahren erarbeitet wird.

By Christian Reiche

Inspirationsthemenstellung:
Abbilder multioptionaler Identität
Multioptionale Identität! Alle Optionen bei der Identitätsfrage? Grenzenlose Freiheit? Betrachtet man die Entwicklung westlicher Industrienationen in den letzten fünfzig Jahren, so können mehrere Faktoren aufgeführt werden, die das heutige Lebensumfeld in diesen Gesellschaften als einen Raum grenzenloser Möglichkeiten der Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung beschreiben:

Die Auflösung von einseitig orientierten Normen und Wertvorstellungen, materielle Unabhängigkeit, technische Mobilität sowie die Kommunikationstechnologien und neuen Medien haben dem Einzelnen ein weites Feld an Möglichkeiten der Identitätskonstruktion eröffnet. Mit den virtuellen Erlebniswelten ist ein zweites Universum an Identifikationsmöglichkeiten und Bedürfniserfüllung entstanden in der Linearität und Kontrolle ausgehebelt sind. Raum- und Zeitgrenzen verschieben sich. Die Verflechtung und Vernetzung von Individuen und Institutionen ermöglichen dem Einzelnen ein ungekanntes Ausmaß an Selbstbestimmung und Autonomie. Wir haben die „Qual der Wahl“ dass zu sein und das zu erleben, was wir wollen. Das präsente Überangebot von Lebenskonzepten ist für das Individuum aber zugleich auch Herausforderung: Es kann leicht mit Orientierungsschwierigkeiten, Irritation, Entfremdung, Realitäts- und Kontrollverlust konfrontiert sein. Eine enorme beschleunigte Dynamik von Entwicklungsprozessen, erhöhte Flexibilitätsansprüche sowie das Integrations- und Abgrenzungsbedürfnis führen zu einem stetigen Informationsdruck. Bei der Informationssuche befindet sich der Einzelne angesichts von Komplexität und Informationsüberfluss in einem nahezu unüberschaubaren Raum-Zeit-Kontinuum.

By Christian Reiche

By Chiara Janique Ahrens