Projekte Modedesign
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Studierende:

  • Lena Hinz
  • Vitali Kammer
  • Annabel Frenzel

Projektname:
Bodyshaming

Studiengang:
Modedesign

Sommersemester 2018

Betreuung:
Prof. Claudia Damm
Prof. Dunja Kopi

Bachelorarbeiten Mode 2018

Die Bachelorarbeiten unserer Studierenden im Bereich Modedesign geben auch in diesem Jahr wieder einiges her. Diese tollen Ergebnisse möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Lassen Sie sich von den Auszügen unserer Studierenden begeistern und inspirieren.

Lena Hinz

Die Arbeit von Lena Hinz befasst sich mit der Fragestellung, ob die Mode fähig sei, die Morphologie der Scham zu beeinflussen. Im Praxisteil „BODYSHAMING“ wurde das Thema Scham in Workshops mit Jugendlichen inhaltlich und auf eine ästhetische Weise diskutiert. Diese regten zu eigenen, künstlerischen Auseinandersetzungen an und setzten vermeintlich hässliche Körperräume schön in Szene.

Vitali Kammer

Die Bachelorarbeit von Vitali Kammer stellt die Frage, wie beeinflussen uns der Spiegel und die Medien in der eigenen Selbstreflexion, Wahrnehmung und Interaktion mit anderen Menschen. Der in Zusammenarbeit mit Lukas Reubelt entstandene der Film „Narzissen“ nähert sich dem Thema in einer Bilder- und Szenencollage auf ästhetischer Ebene.

Annabel Frenzel

Wie verschieben sich die Grenzen zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit in einer digi­talisierten Gesellschaft? Welchen Einfluss nimmt die Digitalisierung auf das individuelle Bekleidungsverhalten? Diesen beiden Fragen ging Annabel Frenzel in ihrer Bachelorthesis nach, um die Verschiebung der Schamgrenzen zu untersuchen. Der neoterischen Gesellschaft wird ein zunehmender Niedergang der Schamgrenzen zugesprochen, da Privates zunehmend öffentlich diskutiert wird. Inwiefern diesbezüglich ein Werteverfall stattfindet und ob dieser Nachteil und/oder Chance in sich bergen kann, wurde von Frenzel erhellend eruiert.

„Durch das Medium Selfie beobachten wir uns selbst und andere mit voyeuristischem Blick und dem Arm als Verlängerung. Weibliche Identität wird durch Selbstbeobachtung und der Offenbarung intimster Momente neu verhandelt. Die persönliche Distanzzone wird durch das Smartphone öffentlich einsehbar und verletzlich. Das Schlafzimmer, ursprünglich ein Ort des Rückzugs, wird zum Ort tiefer Eigenobsession und des Spiels der Autopoiesis. {…} Mode kann an diesem Punkt manipulieren, austricksen. Den Moment der ironischen Manöver der Scham nutzen, um Zensur zu umschiffen. Sie kann freilegen, was nicht sichtbar ist. Die Digitalisierung eröffnet Chancen und Risiken Schamgrenzen bewusst auszuloten, sie soll für Diversität im Umgang mit der natürlichen Erscheinung des menschlichen Körpers sorgen. Manchmal müssen Grenzen übergangen werden, um eine achtsame und freiere Welt zu kreieren, auch wenn es unangenehm erscheint.“

Film: Lukas Reubelt // Model: @havefunwithdana